Was Der Spiegel über "Planet Germany" schrieb
Als "Planet Germany" herauskam, fürchtete ich schon, dass einige Deutsche sich auf den Schlips getreten fühlen würden. Als dann aber Henryk M. Broder in Spiegel Online eine positive Kritik darüber schrieb, wusste ich, dass ich gar nicht so falsch lag.
Von Henryk M. Broder.

7. Februar, 2007; Heimatbuch "Planet Germany"
Die Deutschen - schwedenselig, verzagt und beinbehaart

Warum haben die Deutschen ständig Angst um den Verlust ihrer Seele? Die Amis fahren doch auch BMW und lesen ihren Kindern Grimms Märchen vor - ohne sich zu ängstigen. Buchautor Eric T. Hansen hat mit "Planet Germany" eine kleine vergleichende Seelenkunde entwickelt.
 

Hier meine Lieblingszitate:

Mag sein, dass der Unterschied zwischen einem Missionar und einem Journalisten nicht so groß ist, wie es der gemeine Sachverstand suggeriert. Worüber beide verfügen müssen, ist eine gute Beobachtungsgabe und das Talent, komplexe Geschichten auf einen Kern zurückführen zu können. Hansen kann beides.

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Auf seinen Erkundungen in der "Heimat des Hawaii-Toasts", wie sein "Planet Germany" heißt, lernt er eine junge Deutsche kennen, die ihm von ihren Erfahrungen als Austauschschülerin in den USA erzählt. Entgegen den Empfehlungen ihrer Gastgeber unterließ sie es, sich die Beine zu rasieren und litt lieber ein Jahr lang unter Sticheleien. "Warum hast du dir nicht einfach die Beine rasiert?", fragt Hansen. "Wenn ich das getan hätte, wäre ich nicht mehr ich selbst gewesen", antwortet die junge Frau.

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Das ist die Methode Hansen: Statt sich aufzublasen, lässt er bei anderen die Luft raus, demontiert das Selbstverständliche und bietet mit breitem Grinsen eine Pointe an, die nicht nur überraschend sondern auch überzeugend ist. Er sieht, was andere nicht sehen.

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"Die Deutschen sind sich sicher, dass hierzulande was nicht stimmt, aber sie können sich nicht entscheiden, ob das daher kommt, dass es zu viele Nazis gibt oder zu wenig."
Das sind Sätze, auf die manche Leser aggressiv, naiv und ratlos reagieren werden. "Wie meint der das?" Ganz einfach: So wie er es sagt.

Hier der ganze Text online.

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